2012

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Öffentlicher Anzeiger vom 15.02.2012:

Ein Musikerlebnis feinster Art

KONZERT Kleiner Chor Ebernburg und der Hochheimer Chor Just 4 Fun begeistern

 

Der Kleine Chor Ebernburg bot am Sonntag ein anspruchsvolles Konzert

in der evangelischen Kirche in Bad Münster am Stein.

Foto: Josef Nürnberg

 

Mit „Verleih uns Frieden“ hatten der Kleine Chor Ebernburg und der Hochheimer Chor Just 4 Fun ihr eindrucksvolles Konzert am Sonntag in der evangelischen Kirche in Bad Münster am Stein überschrieben, Für ausgefallene Musik und ganz besondere Schmankerl aus der Musikgeschichte ist der Kleine Chor seit Jahren bekannt. …]

 

Eröffnet hatte der Kleine Chor das Konzert mit dem geistlichen Madrigal „Ist nicht Ephraim mein teuer Sohn“ von Johann Hermann Schein, bei dem der Kleine Chor wieder einmal sein hohes Niveau unter Beweis stellte. Mehr als hörenswert waren aber auch die Stücke es Engländers Henry Purcell, der oft zu Unrecht im Schatten Händels stehe, wie Scheike meinte. Hervorragend auch Michael Praetorius „Sie ist mir lieb“, ein Stück mit tiefer Theologie.

 

Zum Abschluss des Konzertes verwöhnte der Chor seine Zuhörer mit Josef Rheinbergers „Abendlied“. Bei solch anspruchsvoller Musik hätte das Konzert nach dem Geschmack des Publikums noch länger dauern können. An diesem Abend stimmte einfach alles: Zwei gute Chöre, ein engagierter Chorleiter und auch die beiden Solistinnen Marlene Cezanne (Sopran) und Heike Heinrich (Alt), trugen ihren Teil zu einem abwechslungsreichen Musikerlebnis bei.“ (Josef Nürnberg)

 

 

 

 

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Allgemeine Zeitung vom 14.11.12:

"Damen das Glanzstück

KONZERT Kleiner Chor Ebernburg macht 1000 Jahre Geschichte lebendig

 

Der Kleine Chor Ebernburg, hier die Damen, trat bei seiner Reise durch 1000 Jahre

deutsche Geschichte auch in historischen Kostümen auf.

Foto: Frank Gottschald

 

 

Der als Meisterchor ausgezeichnete Kleine Chor Ebernburg entführte 200 Zuhörer im Bad Kreuznacher Haus des Gastes in spannende 1000 Jahre deutscher Geschichte. „Deutschland im November“ lautete der Titel dieses außergewöhnlichen und lehrreichen Konzerts unter der Leitung von Thomas J. Scheike mit „Thelonius Dillpapp“ (Jürgen Thelen) an historischen Instrumenten und den Sprechern Susanne und Christian Popp.

Per geschliffenem Wort und wohltönendem Gesang wurden Novemberereignisse seit dem 11. Jahrhundert lebendig. Das Publikum bedankte sich für den kurzweiligen Geschichtsunterricht mit viel Beifall und Rufen nach einer Zugabe. Diesen Wunsch konnten die Ebernburger allerdings nicht erfüllen. Bei ihrer musikalischen Reise durch die Zeitläufe waren sie schon in der Gegenwart angekommen.

Das Glanzstück des Abends bildete natürlich der Gesang der 14 Damen und Herren des Meisterchores. Geführt vom Bad Kreuznacher Pianisten und Chorleiter Thomas J. Scheike, zeigten sie sich außerordentlich vielseitig, wie die Lieder aus einem Jahrtausend es eben sind. Mit hohem Einsatz und geschulten Stimmen sangen sie das „De Spiritu Sancto“ der Kirchenlehrerin Hildegard von Bingen genauso ausdrucksstark wie den abschließenden „Petroleum-Song“ von Kurt Weill, in dem die Machenschaften der Ölkonzerne gegeißelt werden.

Zu den Stationen der Reise gehörte natürlich auch die „Herberge der Gerechtigkeit“, wie die Ebernburg zu Luthers Zeiten genannt worden war. Franz von Sickingen hatte hier Protestanten Unterschlupf gewährt. Auf der Ebernburg wurde vor fast 500 Jahren auch der erste evangelische Gottesdienst in Deutschland abgehalten. Der Kleine Chor sang dazu „Wach auf du deutsches Land“ von Johann Walter, einem Freund Martin Luthers, und Luthers „Eine feste Burg ist unser Gott“.

Zu den Themen des Abends gehörten auch die Pogromnacht der Nazis im November 1938, die Novemberrevolution 1918 und die Zerstörung der Pfalz und des Nahelandes im Herbst 1689 durch die Franzosen. „Im traurigen Monat November war’s“, diese Gedichtzeile von Heinrich Heine zog sich durch den Abend, an dem aber mit einem Lied über die ganz aktuelle Martinsgans auch lustiges Gegacker von der Bühne kam." ( Frank Gottschald)

 

 

 

 

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Öffentlicher Anzeiger vom 12.11.2012

"Meisterchor führt durch Geschichte

Konzerterlebnis Ensemble meistert eine große Herausforderung mit guten Einfällen prächtig

 

Unter dem Titel „Religion – Revolution – Reaktion, Deutschland im November“, führte der kleine Meisterchor Ebernburg durch 1000 Jahre deutscher Geschichte. Dass der kleine Chor unter Leitung von Thomas J. Scheike diese Herausforderung musikalisch meistern würde, daran hatte kaum einer der Besucher im gut besetzten Logensaal Zweifel. Doch wie lassen sich 1000 Jahre Geschichte komprimiert in zwei Stunden im Wort darstellen? Die Lösung: in einer Art Dialog zwischen Scheike sowie Susanne und Christian Popp, dazu gezielte verbale und musikalische Einwürfe von Thelonius Dilldapp alias Jürgen Thelen.

Ein wirklich gelungener Versuch. Und für diese Art der Moderation gab es dann zu Recht Beifall. Die großen Zusammenhänge deutscher Geschichte, vom Mittelalter über die Reformation, den 30-jährigen Krieg, Kaiserreich, Neuanfang nach dem Zweiten Weltkrieg bis hin zu Mauerfall und Wende wurden in Wort und Musik gegenwärtig.

Gut schälten sich so Zäsuren der deutschen Geschichte heraus. Natürlich dürfte man hier nicht die Messlatte eines Historikers anlegen. „Wer an den 9. November denkt, wer denkt da nicht an den Mauerfall“, meinte Scheike zu Konzertbeginn. Für die, die ihn erlebt hätten, sei dieser Tag unvergessen, für die später geborenen dagegen ein Datum der Geschichte, so Scheike – so wie für viele der Zuhörer die anderen Ereignisse der deutschen Geschichte, die auf einen 9. November fielen, wie die Abdankung des Kaisers 1918, der Hitler-Putsch in München 1923 oder die Reichspogromnacht 1938.

Die musikalische Reise begann mit Hildegard von Bingen und ihrem Lied „De Spiritu Sancto“, das nur die Frauen des Chores sangen. An Hildegard wurde deutlich, dass deutsche Geschichte hier und da auch eng mit naheländischer Historie verwoben ist. Deutlich wurde dies auch bei Franz von Sickingens Einladung an den Reformator Martin Luther auf die Ebernburg. Hierzu passte dann auch wirklich wunderbar das vom Chor gesungene Luther-Lied „Eine feste Burg ist unser Gott“.

Für die Nöte des Dreißigjährigen Krieges hatte der Chor Lieder wie „Oh Heiland, reiß die Himmel auf“ oder Heinrich Schütz' „Verleih uns Frieden“ gewählt. Natürlich durfte bei der musikalischen Geschichtsstunde auch Joseph Haydns Kaiserhymne nicht fehlen. Lieder von Victor Ullmann, der im KZ Auschwitz umgebracht wurde, standen für das deutsche Judentum und die schrecklichen Ereignisse des Holocaust. „Wie liegt die Stadt so wüst“ von Rudolf Mauersberger erinnerte an die zerbombten Städte, während der „Trizonesien-Song“ und die Nationalhymne der DDR „Auferstanden aus Ruinen“ für die Trennung der beiden deutschen Staaten standen." (Josef Nürnberg )